Finanzierung.com Finanz-Magazin

Baukredit: Was ist zu beachten bei der Finanzierung?

Das Eigenheim läuft oft über einen Baukredit. Was muss dabei beachtet werden um den Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen?

Viele die sich den Wunsch vom Eigenheim, ob nun ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung, erfüllen möchten, sind mit einem Baukredit nie schlecht beraten. Damit zu Anfang keine Missverständnisse auftreten: Ein Baukredit wird auch oft als Hypothekendarlehen oder Immobilienkredit genannt. Insofern kann man mit einem Baukredit natürlich nicht nur ein Haus bauen, er dient generell für die Erfüllung des Eigenheimes. Mit einem Baukredit kann man sein bestehendes Heim umbauen, als natürlich auch den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung finanzieren. Somit dient der Baukredit als Hilfestellung zur Erfüllung des Eigenheimes.

Die Laufzeit eines Baukredits

Ein signifikantes Merkmal des Baukredits ist, dass er eine sehr lange Laufzeit hat. Generell sind Kredite, die bezüglich dem Finanzieren des Eigenheims aufgenommen werden, langfristige Darlehen, die nicht selten über zehn Jahre gehen. Vielmehr wäre ein Baukredit mit einer Laufzeit von zehn Jahren sehr kurz, üblich sind in dieser Sparte Laufzeiten von bis zu 30 Jahren. Durch diese langfristigen Darlehen sind auch die Zinsen um einiges niedriger als bei gewöhnlichen Krediten, denn rechnet man sich aus, was bei einem normalen Zinssatz über 30 Jahre unterm Strich stehen würde, wären diese Kreditarten vollkommen unrentabel und man würde am Ende in einer finanziellen Notlage stehen, in der das Haus im schlimmsten Fall zur Zwangsversteigerung kommt um die Tilgung zu gewährleisten.

Die Art der Tilgung beim Baukredit

Unter Baukredit kann man verschiedene Varianten eines Darlehens verstehen. Üblicherweise wird das Hypothekendarlehen in Form eines Annuitätendarlehens als solches verstanden. Dies meint vorrangig die Art, wie man den Kredit tilgt. So läuft die Tilgung beim Annuitätendarlehen, dass man den Kredit in monatlichen Raten tilgt. Der Betrag dieser Raten wiederum setzt sich zusammen aus einem Tilgungsanteil, bei dem das Darlehen zurückgezahlt wird und einem Zinsanteil, der die anfallenden Zinsen begleicht.

Das Annuitätendarlehen ist neben dem endfälligen Darlehen eine der gängigsten Methoden zur Tilgung. Wie der Name des endfälligen Darlehens bereits sagt, wird die zu bezahlende Summe erst am Ende der Laufzeit fällig – dafür aber komplett. Wichtig dabei ist zu wissen, dass die Summe, die man am Ende der Laufzeit zahlt, nur die tatsächliche Kreditsumme ist, die man auch erhalten hat. Der Zinsanteil wird bereits vorher in monatlichen Raten bezahlt. Somit hat man als Kreditnehmer nur eine geringe Belastung bevor die Laufzeit des Kredits endet.

Die Sache mit dem Eigenkapital

Als Baukredit kann auch das Bauspardarlehen von einer Bausparkasse bezeichnet werden, welches man im Rahmen eines Bausparvertrags bekommt. Auch die KfW Bank bietet Darlehen an, um das Eigenheim zu finanzieren. Von der KfW werden dafür Förderdarlehen vergeben, die Sie beim Kauf von Immobilien unterstützen. Bei einem Bauvorhaben steht nun immer die Frage des Eigenkapitals im Mittelpunkt: Wie viel sollte man selbst als Eigenkapitalquote vorweisen können? Ist es überhaupt nötig? Die Antwort lautet: ja.

Es ist nur ratsam, soviel Eigenkapital wie möglich mit in das Bauvorhaben einzubringen. Nötig ist es deshalb, da viele keinen Baukredit vergeben, ohne dass eine gewisse Eigenkapitalquote vorhanden ist. Oder sie finanzieren nur einen gewissen Prozentsatz des Kaufpreises, den Rest muss der Käufer selbst bezahlen. Zudem tun Sie sich selbst einen großen Gefallen, wenn Sie möglichst viel Eigenkapital in die Finanzierung des Eigenheims hineinstecken. Die Darlehenssummen der Baukredite sind oft sehr hoch, deshalb sollte man auch die Rückzahlung beachten, dass diese noch tragbar ist. Je mehr Eigenkapital Sie in die Finanzierung einbringen, desto niedriger fällt natürlich auch die Kreditrate und die Zinsbelastung aus.