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Das Zahlungsverhalten im internationalen Vergleich

Eine Studie des führenden Kreditversicherers Euler Hermes stellt die aktuelle Situation des Zahlungsverhaltens in 15 ausgewählten Ländern innerhalb von elf Branchen dar. Grundlage der Studie sind die „Days of Sales Outstanding“ (DSO – Tage von Rechnungsstellung bis Zahlungseingang) von börsennotierten Unternehmen.

Sinkende Zahlungsmoral in Schwellenländern

Während die Zeitspanne bis zum Zahlungseingang bei den meisten Industrieländern ähnlich lange oder kürzer als die im Vorjahr ist, verzeichnen die Schwellenländer eine sinkende Zahlungsmoral. In den Industrienationen liegt der Durchschnitt bei 64 DSO und damit fünf Tage weniger als durchschnittlich bei den Schwellenländern mit 69 DSO. Gerade in China und Russland geht der Trend zu immer späteren Zahlungseingängen. Aber auch in Brasilien ist eine negative Entwicklung zu bemerken.

Gemütlichzahler Italien

Mit Abstand am längsten warten Unternehmen in Italien auf ihre Forderungen. Selbst bei einer Verbesserung von einem Tag verglichen mit dem letzten Jahr, liegt der durchschnittliche Zeitraum hier bei 98 DSO. Das sind 32 Tage über dem weltweiten Durchschnitt. Den vorletzten Platz des Rankings nimmt die Türkei ein mit 80 DSO. Hier verdichtet sich das Feld schon deutlich: Frankreich weist durchschnittlich 78 DSO auf und sowohl Indien als auch China 76 DSO.

Erster Platz: Niederlande

Mit einer unveränderten Zeitspanne von 47 DSO, bezahlen Niederländer ihre Rechnungen im Schnitt am schnellsten. Danach folgt Russland, das mit 49 DSO einem stark negativem Trend unterliegt. Den dritten Platz im Vergleich belegt Deutschland, durch die Verbesserung auf nur noch 52 DSO.

Generell werden Rechnungen bei B2B-Geschäften durchschnittlich später beglichen

Der Einzelhandel ist die Branche mit den schnellsten Zahlungseingängen. Dabei bleibt der Einzelhandel mit durchschnittlich 34 DSO auf einem sehr guten Level. Während die Anzahl der DSO stark von der betrachteten Branche abhängt, charakterisiert der Einzelhandel das Zahlungsverhalten bei B2C-Unternehmen. Im Gegensatz dazu warten B2B-Unternehmen im Durchschnitt deutlich länger auf ihre Forderungen.

Factoring vermeidet lange Wartezeiten

Da bei B2B-Geschäften Rechnungen mit einem Zahlungsziel gestellt werden, verzögern sich die Zahlungseingänge. Wenn sich dann verspätete Zahlungen häufen, können Liquiditätsengpässe zum Problem werden. Sowohl bei akutem oder langfristigem Liquiditätsbedarf, als auch zur strikten Vermeidung von langen Wartezeiten oder sogar Zahlungsausfällen, lässt sich die moderne Finanzierungsmethode Factoring benutzen. Gerade auch bei Exportgeschäften in Länder wie Italien, Türkei oder Frankreich, bei denen die Zahlungseingänge durchschnittlich länger ausbleiben, bietet sich das Export-Factoring an. Factoring bringt viele wettbewerbsrelevante Vorteile für B2B-Unternehmen. Nutzen Sie hierzu unsere Expertise um das für Sie beste Factoring-Angebot zu finden!