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Günstige Zinsen beim Bauen – wie geht´s?

Niedrige Zinsen beim Darlehen möchte jeder gerne haben. Dabei gibt es kleine Tricks und Kniffe, wie man sich einen guten Zinssatz sichern kann.

Die Finanzierung eines eigenen Hauses ist für viele die wahrscheinlich größte Finanzierung, die sie in ihrem Leben tätigen werden. Die Summe für ein Haus lässt sich eigentlich nur über einen entsprechenden Kredit finanzieren denn eine solch große Summe wird kaum jemand anders aufbringen können als über eine Baufinanzierung. Insofern ist es für den Kreditnehmer wichtig, eine Dinge bei diesem Vorhaben zu beachten, besonders hinsichtlich der Zinsen. Immerhin kann die Baufinanzierung über mehrere Dekaden laufen – passt man zu Anfang nicht auf die Zinsen auf, kann man am Ende schnell in eine finanzielle Notlage geraten.

Nominal- und Effektivzins

Als erster Punkt ist für den Kreditnehmer überhaupt einmal zu unterscheiden zwischen Nominalzins und Effektivzins. Der Nominalzins ist immer niedriger als der Effektivzins, also sollte man immer auf den effektiven Zinssatz bei einer solchen Finanzierung achten. Der Effektivzins ist der Zinssatz, den man als Kreditnehmer letztendlich wirklich bezahlt. In diesem sind weitere Dinge einberechnet wie Provisionen für den Abschluss, Kreditgebühren oder Beiträge für diverse Versicherungen.

Nominal- und Effektivzins werden jeweils auf zwei Stellen nach dem Komma angegeben. Auch wenn auf den ersten Blick vielleicht gar kein allzu großer Unterschied zwischen den beiden Zinssätzen ist, sollte man doch bedenken, dass es sich bei dem Kredit um eine sehr hohe Summe handelt und die Laufzeit auch sehr lange ist. Insofern kann auch die zweite Stelle nach dem Komma einiges an Geld ausmachen. Hinsichtlich der Rückzahlung sollte man dies bedenken, denn es wird einen erheblichen Unterschied machen.

Das Haus als Sicherheit für die Bank

Natürlich muss die Bank auch eine gewisse Sicherheit haben, dass Sie als Kreditnehmer die Raten auch zurückzahlen können. Da es für gewöhnlich keine solch großen Sicherheiten über Summen von mehreren 100.000 Euro gibt, lässt die Bank eine Grundschuld im Grundbuch Ihres Hauses eintragen. Dies gilt dann für die Bank als Sicherheit. Denn wenn der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und die Darlehensraten für die Baufinanzierung zurückzahlen kann, kann die Bank über das Grundstück sowie das Haus verfügen.

Längere Zinsbindungsfrist kann Zinsvorteile bringen

Niedrige Zinsen würde jeder Kreditnehmer gerne bezahlen. Als Kunde bei einem Immobilienkredit haben Sie diese Möglichkeit über die Zinsbindungsfrist. Mit der Bank können Sie die Zinsbindungsfrist aushandeln: Zwar wird die Bank, wenn Sie die Zinsbindungsfrist auf 15 Jahre oder mehr festlegen, einen kleinen Aufschlag auf den Zins machen (ca. 0,2 Prozent), dieses kann sich aber durchaus lohnen. Sie als Kreditnehmer können eine bessere Planung ihrer Finanzen vornehmen und die Zinsen Ihrer Finanzierung ist nicht beeinflusst von den Marktzinsen, wenn diese nun steigen würden. Zudem haben Sie die Möglichkeit, nach 10 Jahren den Kredit zu kündigen – die Kündigungsfrist beträgt hier sechs Monate. Haben Sie beispielsweise eine günstigere Finanzierung gefunden, können Sie diese noch immer in Anspruch nehmen.

Grundvoraussetzungen für niedrige Zinsen

Die wahrscheinlich beste Möglichkeit, um niedrige Zinsen zu zahlen ist eine entsprechende Eigenkapitalquote. Damit geht einher, dass Sie einen niedrigeren Kredit aufnehmen. Sie werden über die Zinssätze staunen, wenn Sie diese einmal bei einem Beleihungswert von 60 und von 80 Prozent vergleichen. Auch eine gute Bonität und ein dementsprechend sicheres Einkommen ist ein Merkmal, dass die Bank die Zinssätze senken kann.