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Zinspolitik nach der Präsidentschaftswahl: Baldiger Zinsanstieg in den USA?

Zinserhöhung USA?

Der Leitzins in den USA wurde kurz vor der Präsidentschaftswahl nicht angehoben. Die FED wollte sich wohl alle Optionen für die Szenarien nach der Präsidentschaftswahl auf dem Tisch behalten, doch nun ist es amtlich: Donald Trump wird der nächste US-Präsident. Das Wirtschaftsprogramm des Republikaners umfasst eine Senkung der Unternehmenssteuer von 35 auf 15 Prozent, eine Verringerung der Einkommenssteuer, höhere, schuldenfinanzierte Investitionen in Infrastruktur und Militär. All das deutet auf eine steigende Inflation hin. Die Zinswende in den USA wird wahrscheinlicher.
Doch vorerst verweilt die FED beim derzeitigen Zinsniveau. Eine Zinserhöhung im Dezember gilt nun umso mehr als plausibel, abhängig von den Konjunkturdaten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung der Inflationsrate, die – wie nun auch in Deutschland – nach einer langen Phase der Stagnation wieder anzieht.
Der europäische Wirtschaftsraum steht weiterhin unter Druck. Die Wirtschaftsweisen kritisieren insbesondere den Reformstau, denn auch in Deutschland müsse die Umsetzung vorangetrieben werden. Die Reformen sind notwendig, deren Umsetzung aber bisher schlecht, da die ultralockere Geldpolitik die Verantwortlichen in der Politik zu Verzögerungen verleitet. Die EZB hält trotz der immer lauter werdenden Kritik weiter an ihrem billionenschweren Anleihekaufprogramm fest, sodass frühestens ab März 2017 mit einem Stopp der Liquiditätsflut gerechnet werden kann.
Die historisch niedrigen Leitzinsen von 0,00 % bleiben den Sparern also weiter ein Hindernis beim Vermögensaufbau. Die jährlichen Zinsgutschriften auf Spareinlagen verringerten sich im Zeitraum von 2009 bis 2015 von 13,8 auf 4,4 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum verringerten sich die Kreditkosten für den Bund um 15 Milliarden Euro. Der bayrische Finanzminister Markus Söder plädiert deshalb für eine Entlastung der Bürger an anderer Stelle: „Die Zeit ist reif für Steuerentlastungen. Wir wollen die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen um mindestens 10 Milliarden Euro entlasten.“

Der Geldhahn der EZB bleibt vorerst offen – Kleine und mittlere Unternehmen können jedoch nicht auf Verbesserungen hoffen, Alternativen bei der Finanzierung sind gefragt.

Denn die günstige Liquidität kommt beim Rückgrat der deutschen Wirtschaft nicht nur nicht an. Schlimmer noch: Selbständige und Kleinunternehmer sehen sich zunehmend massiven Benachteiligungen, einerseits durch die Politik des billigen Geldes, andererseits durch die immer restriktiveren Regelungen bei Kreditvergaben, ausgesetzt. Auch die Zinsen für Kontokorrentkredite verharren auf einem unvergleichbar hohen Niveau. Und so verwundert es kaum, dass sich zunehmend mittelständische Betriebe nach Alternativen zur Bankfinanzierung umsehen müssen.
Dieses Phänomen repräsentieren auch die neuesten Zahlen des „Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand“. Factoring – eine alternative Finanzierungsform, die es Unternehmen und inzwischen auch Selbständigen und Freiberuflern ermöglicht, ausstehende Forderungen sofort zu Geld zu machen – bildet für immer mehr Unternehmer, eine wunderbare, komfortable Ergänzung der Finanzierungsstruktur. Ein sattes Plus im Ankaufvolumen von 29 Prozent im ersten Quartal 2016, gegenüber 7,2 Prozent im Vorjahreszeitraum, lassen auf eine eindeutige Dynamik schließen. Den größten Zuwachs verzeichnete das Geschäft mit den Neukunden.
Ein Vergleich der Anbieter von alternativen Unternehmensfinanzierungen lohnt sich also momentan. Denn die Konditionen sind derzeit im historischen Vergleich äußerst günstig und so lange das Zinsumfeld auf dem aktuellen Niveau verweilt, bleiben auch die Finanzierungskonditionen günstig. Doch die Anzeichen für einen Anstieg des Leitzinses in der Euro-Zone mehren sich. Lange wird die EZB ihrem derzeitigen Kurs nicht mehr rechtfertigen können. Wann die Zinswende tatsächlich eintritt, weiß jedoch niemand.
Informieren Sie sich also, welche Möglichkeiten die aktuelle Marksituation für Ihr Unternehmen bereithält. Neben Factoring und Alternativen zum teuren Kontokorrentkredit etablieren sich nämlich auch weitere Alternativfinanzierungen in der deutschen Unternehmenslandschaft. Nutzen Sie die Chance für Ihre Firma. Zusammen mit unseren Finanzierungspartnern helfen wir Ihnen, die Finanzierung Ihres Unternehmens langfristig zu verbessern und mehr Liquidität für Ihren Betrieb herauszuholen.