Anlagevermögen

Kurz und bündig erklärt in unserem Finanzierungs-Lexikon.

Was ist das Anlagevermögen?

Das Anlagevermögen ist ein Begriff aus dem Rechnungswesen. Es beschreibt das Vermögen auf der Aktivseite der Bilanz, das zum Bilanzstichtag dazu bestimmt ist, dem Geschäftsbetrieb eines Unternehmens längerfristig zu dienen. Das Anlagevermögen umfasst alle Dinge, die dem Aufbau, der Ausstattung und der Funktion der Firma dienlich sind und langfristig im Unternehmen verbleiben. Außerdem müssen sie relevant für den Betriebszweck sein.

Im Gegensatz dazu steht das Umlaufvermögen, das bearbeitet und verarbeitet wird und direkt in den Prozess der betrieblichen Leistungserstellung einfließt. Dazu gehören Rohstoffe und Bauteile. Das Anlagevermögen umfasst hingegen beispielsweise die Maschine, die die verschiedenen Bauteile miteinander verbindet. In diesem Beispiel wird aus zwei Bauteilen etwas Neues gebaut und damit verändert, während die Maschine lediglich als Werkzeug dient, aber als ursprünglicher Gegenstand erhalten bleibt.

Welche Untergruppen hat das Anlagevermögen?

  1. Sachanlagen: Zu den Sachanlagen zählen neben betrieblichen Grundstücken auch technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge und Maschinen.
  2. immaterielle Vermögensgegenstände: Dazu zählen Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Patente und Lizenzen.
  3. Finanzanlagen: Zu den Finanzanlagen zählen vor allem Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens.

Wie wird mit dem Anlagevermögen verfahren?

Da das Anlagevermögen zu längerer Nutzung im Unternehmen dient, dürfen die Anschaffungskosten nicht sofort als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Dennoch verlieren beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge durch die Abnutzung über die Zeit an Wert. Dieser Werteverlust über die Nutzungsdauer darf abgeschrieben werden. Diese Abschreibungen mindern den Gewinn und das zu versteuernde Einkommen.

In der Buchhaltung werden bei Anschaffung eines neuen Anlagevermögens alle direkt zuordbaren Kosten festgehalten. Dieser Wert wird dann über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Wichtig ist, dass die Dauer nicht von jedem Unternehmen selbst bestimmt werden darf, sondern für alle in den AfA-Listen festgeschrieben sind.

Wie wird das Anlagevermögen finanziert?

Daher ist es wichtig, sich bei der Anschaffung von teuren Anlagen und Fahrzeugen über die Finanzierung Gedanken zu machen.
Wer Anlagevermögen einzig über Eigenkapital finanziert, schwächt seine Liquidität.
Gleichzeitig ist es nicht möglich, den gesamten Betrag als Betriebsausgaben im gleichen Jahr abzusetzen.

Eine alternative Finanzierung beim Anlagevermögen ist das Leasing. Das Unternehmen erwirbt das Objekt nicht als Eigentümer, sondern erhält von einem Leasinggeber das Recht der Nutzung. Diese wird über einen Zeitraum festgelegt und dafür erhält der Leasinggeber eine monatliche Rate. Der Vorteil ist, dass weniger Kapital gebunden ist und das Leasingobjekt nicht in der Bilanz aktiviert werden muss. Außerdem bietet das Leasing Steuervorteile.

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