9 Finetrading-Mythen
Niklas Zolper Keine Kommentare
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Finetrading kommt aus Großbritannien und erfreut sich im angelsächsischen Raum großer Beliebtheit. Auch in Deutschland ist die Finanzierungslösung seit einigen Jahren auf dem Vormarsch, wobei sie von zahlreichen Irrtümern belgleitet wird. Wir klären auf und widerlegen die Wichtigsten:

Finetrading ist kompliziert.

Falsch. Finetrading ist ein Kredit, mit dem Waren vorfinanziert werden. Als Kunde müssen Sie dem Finetrader lediglich die Rahmenbedingungen darlegen. Diese setzen sich im Regelfall aus drei Eckpunkten zusammen:

  1. Welche Ware wollen Sie kaufen?
  2. Zu welchem Preis wollen Sie diese kaufen?
  3. Von welchem Lieferanten wollen Sie kaufen?

Der Finetrader kauft die Ware zu den von Ihnen gesetzten Konditionen und verkauft direkt an Sie weiter.

Finetrading ist teuer.

Falsch. In der Regel haben Sie eine Zahlungsfrist von bis zu 120 Tagen. Je später Sie zahlen, desto höher werden die Gebühren. Andersherum sinken die Kosten, wenn Sie früher bezahlen. Falls Sie die Summe zum Beispiel bereits nach 30 Tagen begleichen, ist Finetrading üblicherweise günstiger als ein Bankkredit.

In Zeiten von Niedrigzinsen bekommt man die besten Konditionen für Kredite immer bei der Hausbank.

Das lässt sich nicht pauschal feststellen. Auch bei Niedrigzinsen müssen Sie aufpassen, dass Sie ihre Kreditlinie bei der Bank nicht überschreiten. Diese sollten Sie lieber für potentielle größere Investitionen freihalten. Mit Finetrading hingegen können Sie spontan und unkompliziert Waren finanzieren und somit Bankkredite gegebenenfalls ergänzen.

Finetrading ist hauptsächlich für Firmen geeignet, die kurz vor der Pleite stehen.

Falsch. In vielen Branchen ist Finetrading für Unternehmen unabdingbar. Vor allem Unternehmen mit großem Wachstum benötigen in besonderem Maße schnelle und flexible liquide Mittel. Ähnliches gilt für Unternehmen mit saisonalem Geschäft. Diese können mit Finetrading punktuelle finanzielle Belastungen Ausgleichungen.

Man muss sich zwischen Finetrading und Bankkredit entscheiden.

Falsch. Finetrading stellt zwar eine Alternative zum konventionellen Bankkredit dar, schließt diesen aber nicht aus.  Ein Mix aus verschiedenen Finanzierungen ist optimal, da so die jeweils besten Konditionen in verschiedenen Situationen erzielt werden.

Garantieansprüche gehen beim Finetrading verloren.

Falsch. Der Finetrader kauft die Ware zwar vom Händler, verkauft diese aber inklusive der Garantie- und Gewährleistungsansprüche direkt an Sie weiter. Sie sind also quasi unmittelbarer Eigentümer der georderten Ware. Mit allen Rechten und Pflichten.

Bem Finetrading kann ich nicht mit dem Lieferanten verhandeln.

Im Gegenteil – Sie können wesentlich besser verhandeln. Durch Finetrading werden Sie zum Sofortzahler, was ihre Verhandlungsposition deutlich verbessert. Somit können Sie ihre Kreditbewertung verbessern und höhere Rabatte aushandeln.

Finetrader wollen viele Sicherheiten.

Falsch. Zwar prüft der Finetrader Ihre Bonität, allerdings sind die Hürden niedriger als bei einer Bank. Es reichen üblicherweise jüngste betriebswirtschaftliche Zahlen sowie aktuelle Bilanzen. Nicht benötigt hingegen werden eine Grundschuld oder Bürgschaft.

Man kann nicht im Ausland einkaufen.

Falsch. Viele Finetrading-Kunden kaufen auch im Ausland (z.B. China) ein.
Die lange Transportzeit und die unbedingte Vorausbezahlung (leider immer ohne Skonto) bedingt eine Vorfinanzierung. Hierfür ist Finetrading ideal und wird vielfach genutzt.

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