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Staatliche Förderung beim Hausbau

Die Eigenheimzulage ist weg, jedoch gibt es noch staatliche Förderungen beim Hausbau / Hauskauf.

Seit 2006 fiel bekanntlich die Eigenheimzulage vom Staat weg. Seitdem gibt es für Bauherren keine Bezuschussung mehr, es sei denn der notarielle Kaufvertrag wurde vorher getätigt. Trotz dem Wegfall der staatlichen Förderung beim Hausbau, fördern doch der Staat, Länder und Gemeinden noch immer einige, die in ihr Eigenheim ziehen möchten. Dabei wird nicht nur der Kauf einer Immobilie gefördert, sondern auch die Renovierungskosten von älteren Häusern. Auch sehr im Trend sind die staatlichen Förderungen bezüglich der Modernisierung von Häusern, also eine Art Ökoprämie. Die staatliche Förderung für den Hausbau ist also noch nicht ganz abgeschafft, man kann noch immer Unterstützung bekommen.

Die Bedingungen für eine Förderung

Wer nun meint, diese Förderungen sind so einfach zu beziehen wie einst die Eigenheimzulage, der irrt ein wenig. Damit man solche staatlichen Förderungen beim Hausbau erhält, müssen einige Punkte stimmen. So werden beispielsweise vorrangig Familien unterstützt, die sich ein Haus kaufen möchten. Dabei spielt auch die Anzahl der Kinder eine Rolle, denn je mehr Kinder man hat, umso wahrscheinlicher ist auch der Anspruch auf Förderung. Dies hat zwar leichte Tendenzen zum Sozialdarwinismus (aber das sei hier nicht das Thema.)

Jungen Familien wie auch Senioren oder Menschen mit Behinderung wird ein Zuschuss gegeben, die ihre Wohnung zweckmäßig umbauen müssen, damit keine eingeschränkte Bewegungsfreiheit vorliegt. Eine bedeutende Rolle spielt auch die Bonität des potentiellen Antragstellers, denn dieser darf einen bestimmten Einkommenssatz nicht überschreiten. Etwas genereller formuliert kann man sagen, dass die staatliche Förderung insbesondere für Menschen gedacht ist, die ein niedrigeres Einkommen haben. Dieses Einkommen darf jedoch auch nicht zu niedrig sein – es muss ausreichen, um einen zinsgünstigen Kredit zurückzahlen zu können.

Auf jeden Fall daran denken, dass Sie den Antrag einreichen, bevor Sie beginnen, ein Haus zu bauen oder sich eines kaufen! Ein weiterer Tipp: Stellen Sie den Antrag zu Beginn des Jahres, da dann noch genügend Fördergelder der staatlichen Förderung vorhanden sind. Üblich dauert die Bearbeitung des Antrags etwas, doch in einem Zeitraum von drei Monaten, sollte er entweder bewilligt oder abgelehnt werden.

Förderprogramme der KfW

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt ebenfalls Förderungen, sie zählen zu den meist genutzten. Die Förderung über die KfW beinhaltet eine Finanzierung eines Kaufs zu 30 % der Gesamtkosten. Der Wohnraum muss allerdings selbst genutzt werden. Informationen zur Finanzierung einer Immobilie als Kapitalanlage finden Sie hier. Wenn Sie Ihr Haus neu bauen möchten, unterstützt Sie die KfW sogar noch weiter: das Baugrundstück sowie Baukosten als auch die Außenanlage wird finanziert. Wie bereits oben angesprochen, werden von der KfW auch Modernisierungsmaßnahmen finanziert.

Bis zu 30 Jahren Laufzeit betragen die Darlehen der KfW, dabei wird pro Quartal eine Rate fällig, mit der Sie den Kredit tilgen und einen Zins zahlen. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Tilgungsfreiheit zu beantragen in der nur die Zinszahlungen fällig werden.

Der Ökotrend setzt sich auch bei der KfW durch: So werden durch sie auch Fotovoltaik-Anlagen mit zinsgünstigen Krediten gefördert, die bis zu 20 Jahre laufen können und einen maximalen Betrag von 50.000 Euro nicht überschreiten. Bei solchen Krediten fallen in die erste Zeit (ein bis drei Jahre) nur die Zinsen des Kredits an oder Sie entscheiden sich für eine Sonderzahlung , die kostenlos möglich ist. Kredite der KfW werden normal über die Hausbank beantragt, welche zuerst Ihre Kreditwürdigkeit prüfen muss.
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