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Wie Sie die Bonität Ihres Unternehmens verbessern – 5 wichtige Tipps

5 Tipps, um die Bonität in Ihrem Unternehmen zu verbessern

Während die Bonität für Privatpersonen vor allem wichtig ist, um Kredite aufnehmen zu dürfen, spielen bei Unternehmen noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle: Potenzielle Geschäftspartner informieren sich ausführlich über ein Unternehmen, bevor sie einen Vertrag abschließen. Eine gute Bonität kann ausschlaggebend dafür sein, ob ein Vertragsschluss zustande kommt, oder nicht. Zusätzlich schafft die Bonität Vertrauen auf beiden Seiten. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die Bonität Ihres Unternehmens ermitteln können. Darüber hinaus erhalten Sie 5 weitere Tipps, wie Sie Diese verbessern können.

Die Bonität ermitteln

Um die Bonität zu ermitteln, werden Daten über die wirtschaftliche Betätigung, die Kreditwürdigkeit und die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens erhoben und verarbeitet. Auskunfteien (häufig als Wirtschaftsauskunfteien bezeichnet) sind Unternehmen, die derartige Informationen sammeln und anhand von Bewertungssystemen die Bonität ermitteln und Auskunft über mögliche Zahlungsausfallrisiken geben. Um die Bonität Ihres Unternehmens in Erfahrung zu bringen, holen Sie sich bei einer Auskunftei eine Selbstauskunft ein.

Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über die zwei bekanntesten Auskunfteien in Deutschland:

Crefo:             Die Creditreform (kurz Crefo) wurde 1879 mit dem Ziel gegründet, Unternehmen Kredite zu gewähren. Heute ist sie weltweit tätig und zählt zu den größten Auskunfteien in Deutschland. Bereits 130.000 Unternehmen in Deutschland sind Mitglied der Crefo.

Crif Bürgel:    Auch die Crif Bürgel ist weltweit tätig und ist eine der größten Auskunfteien Deutschlands. Sie wurde 1988 gegründet und hat heute bereits zu mehr als 4 Millionen Unternehmen und 62 Millionen Privatpersonen Daten gespeichert.

5 Tipps zur Verbesserung Ihrer Bonität

 

  1. Positive Jahresbilanz

Das Wichtigste vorweg: Für eine positive Bonität benötigen Sie eine positive Jahresbilanz. Nur wenn die Ausgaben niedriger sind als die Einnahmen und Ihr Unternehmen Gewinne erzielt, kann eine gute Bonität erzielt werden. Es empfiehlt sich daher, die Aufmerksamkeit auf Ihre finanzielle Planung zu richten.

  1. Daten aktuell halten

Die Daten, die zur Ermittlung der Bonität wichtig sind, sollten immer richtig und aktuell sein. Holen Sie deshalb jährlich eine Selbstauskunft bei Ihrer Auskunftei ein und Überprüfen Sie die Daten auf Richtigkeit. Vergessen Sie vor allem nicht zu prüfen, ob bereits getilgte Kredite von der Auskunftei bereits gelöscht wurden. Laut der DSGVO unterliegt eine Auskunftei der Informationspflicht, wenn sie Daten über Ihr Unternehmen gespeichert hat. Sollte es dennoch Probleme bei der Kooperation geben, zögern Sie nicht, sich an einen Ombudsmann, also eine Verbraucherschlichtungsstelle, zu wenden. Falls auch dies nicht in Frage kommt, leiten Sie selbst rechtliche Schritte ein.

  1. Bewertungssysteme der Auskunfteien verstehen

Jede Auskunftei hat ihr eigenes Bewertungssystem, mit dem die Bonität eingeschätzt wird. Sie sollten in der Lage sein, diese individuellen Kennzahlen, interpretieren zu können. Beispielsweise arbeitet die SCHUFA mit dem „Schufa-Score“. Dabei muss ein Unternehmen einen Wert erreichen, der mindestens über 95% liegt, um eine gute Bonität zu erzielen. Informieren Sie sich noch bevor Sie eine Selbstauskunft einholen über das jeweilige Bewertungssystem.

  1. Soll-Planung anstreben

Zur Erstellung eines realistischen Konzepts wird empfohlen, sich im ersten Schritt Gedanken über die Umsatz- und Ertragsplanung zu machen. Der zweite Schritt besteht aus der Überlegung, wie sich diese Ziele in die Realität umsetzen lassen. Diese Soll-Planung muss regelmäßig mit der Ist-Situation abgeglichen werden. Es ist normal, dass diese nicht exakt übereinstimmen. Falls es starke Abweichungen gibt, müssen sie ehrlich kommuniziert und dürfen auf keinen Fall verschleiert werden. Analysieren Sie, weshalb die Ist-Situation aktuell abweicht und arbeiten Sie ein Lösungskonzept aus. Auch über die betriebswirtschaftliche Lage Ihres Unternehmens sollten Sie einen Überblick haben. Es ist wichtig, dass Sie die Zahlen kennen, verstehen und erklären können.

  1. Vorausschauend planen

Planen Sie Kredite immer langfristig. Ein hoher und langfristiger Kredit zeigt, dass eine Bank Vertrauen in Sie hat. Achtung: Selbstverständlich ist darauf zu achten, Kredite niemals zu überziehen und zuverlässig fristgerecht zurückzuzahlen. Auch die Zahlungsziele von Rechnungen sollten immer eingehalten werden. Das zeigt nicht nur, dass Ihr Unternehmen zahlungsfähig, sondern vor allem auch, dass es zahlungswillig ist.

Fazit

Es gibt viele Wege, die Bonität seines Unternehmens zu verbessern – eine Auswahl von wichtigen Tipps haben wir Ihnen hier bereits vorgestellt. Wenn Sie mehr über das Thema erfahren möchten, freuen wir uns, Sie persönlich zu beraten. Gerne helfen wir Ihnen dabei, die Bonität Ihres Unternehmens nachhaltig zu verbessern, um die Grundlage für ein langfristiges, gesundes Wachstum zu legen.

Falls Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns einfach unter 089 210 244 59 oder über anfrage@finanzierung.com.
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