Firmen­leasing

Beim Firmenleasing (= Geschäfts- oder Gewerbeleasing) müssen Unternehmen ihre Investitionsgüter nicht mehr kaufen.

Wie funktioniert Firmen­leasing?

Beim Firmenleasing, auch als Gewerbe- oder Geschäftsleasing bekannt, müssen Unternehmen ihre Investitionsgüter nicht mehr kaufen, sondern können diese gegen eine Leasing-Gebühr für eine festgelegte Zeit nutzen. Die Vorteile des Leasings bestehen in der Liquiditätssteigerung, der Vermeidung hoher Kapitalbindung und der Möglichkeit, die Produktionsmittel häufiger durch aktuellere Modelle zu ersetzen, ohne diese jedes Mal kaufen zu müssen.

Das Leasing wird durch einen Leasingvertrag zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber (Leasing-Anbieter) festgelegt. Der Leasingnehmer erwirbt dadurch das Nutzungsrecht für das jeweilige Leasingobjekt, während rechtlich gesehen das Eigentum beim Leasinggeber bleibt. Dafür entrichtet der Leasingnehmer eine vertraglich vereinbarte, regelmäßige Gebühr – die Leasingrate. Die im Leasingvertrag vereinbarten Raten sollen die Verschleißkosten während der Nutzungsdauer, sämtliche Finanzierungskosten sowie den Gewinnaufschlag des Leasinggebers abdecken.

Für wen eignet sich Firmen­leasing?

Das gewerbliche Leasing als Finanzierungsform steht allen Unternehmen und Selbständigen zur Verfügung. Eine besondere Zielgruppe bilden die Unternehmen des Mittelstands, Start-ups oder Freiberufler, für die sich Firmenleasing als eine wertvolle Alternative zur klassischen Kreditfinanzierung erweist. Denn gerade diese Unternehmen können sich große Kaufinvestitionen aufgrund ihres geringen Startkapitals oder ihrer bereits ausgelasteten Kreditlinien häufig nicht leisten. Laut Leasingverband des Bundes wickeln in Deutschland etwa 85% der mittelständischen Betriebe ihre Unternehmensfinanzierung durch Firmenleasing ab.

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Tobias Binder
Finanzierugnsberater, Corporate Finance 

Tel. 089 – 215 2953 51
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Andreas Pappas
Finanzierungsberater,  Corporate Finance

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Welche Formen des Leasings für Unternehmen gibt es?

Finanzierungs­leasing

Im Unternehmens­bereich die meistgenutzte Leasing­variante. Hierbei werden üblicherweise längerfristig Güter zu einem vorab festgelegten Zinssatz geleast.

Vorteile des Finanzierungs­leasings:
Leicht kalkulierbare Kosten, auch Sonderwünsche können aufgrund der hohen Mietzeit berücksichtigt werden und nach Ablauf der Grundmietzeit kann das Leasingobjekt vom Leasingnehmer gekauft werden.

Operate Leasing

Operate Leasing ist auf die unmittelbare und meist kurze Nutzung eines Leasinggegenstands ausgelegt. Typische Leasing-Gegenstände beim Operate-Leasing sind u.a. Autos.

Vorteile des Operate Leasings:
Keine feste Vertragsdauer, Leasinggeber ist verantwortlich für Wartung und Reparatur und üblicherweise kurze Grundmietzeit

Immobilien­kredit

Bei Sale and Lease Back verkauft ein Unternehmen Anlagegüter (z.B. Maschinen, Fahrzeuge oder Immobilien) an eine Leasinggesellschaft und least diese unmittlebar von dieser zurück.

Vorteile des Sale and Lease Back
Unmittelbarer Liquiditätsgewinn, keine Sicherheiten abseits der verkauften Güter nötig und geringes Risiko, da stille Reserven genutzt werden.

Profitieren Sie von den Vorteilen des Firmen­leasings

Vergleich von direktem und indirektem Leasing

Für interessierte Unternehmen bieten sich, abhängig von der Wahl des Leasinggebers, die Alternativen des direkten und indirekten Leasings.

Direktes Leasing

Innerhalb des direkten Leasings, dem sogenannten Herstellerleasing, bietet der Hersteller des Leasingobjekts gleichzeitig auch das Leasing über eine eigene Gesellschaft, etwa eine Tochterfirma an. Ein Beispiel hierfür ist das klassische Fahrzeugleasing, bei dem der Leasinggeber oftmals sowohl Automobilhersteller als auch Leasinggesellschaft ist.

Indirektes Leasing

Unterschiedlich dazu erfolgt das indirekte Leasing durch Leasinggesellschaften ohne Herstellerbindung, also ohne Interessenverbindung zum Hersteller. Hier entsteht die übliche Dreiecksbeziehung zwischen Leasingnehmer, Leasinggesellschaft und Hersteller. Zwischen Gesellschaft und Hersteller erfolgt ein Kaufvertrag über das Leasingobjekt, zwischen Gesellschaft und Leasingnehmer der Leasingvertrag.

Vergleich von Operate-Leasing und Finance-Leasing

Neben den Unterschieden in der Wahl des Leasinggebers (direktes vs. indirektes Leasing) bestimmt zusätzlich auch die Höhe der Investition in das Leasingobjekt die vertragliche Abwicklung des gewerblichen Leasings. Dabei ergibt sich eine Kategorisierung in zwei Leasing Modelle: dem Operate-Leasing und dem Finance-Leasing.

Operate-Leasing

Innerhalb des Operate-Leasings sind beispielsweise Standardprodukte des IT/Technik-Bereiches finanzierbar. Unternehmen, die dieses Modell verwenden, können mittels Operate-Leasing kurzfristige erforderliche Investitionsbedürfnisse, die sich durch den rasanten technologischen Wandel ergeben, flexibel und schnell bedienen.

Besonderheiten des Operate-Leasing-Modells:

Finance-Leasing

Das alternative Modell Finance-Leasing eignet sich besonders für kostenintensive Investitionen wie Maschinen, Produktionsanlagen und Kraftfahrzeuge. Die Vertragsbeziehung ist längerfristig als im Falle des Operate-Leasings.

Besonderheiten des Finance-Leasing-Modells:

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Tobias Binder
Finanzierugnsberater, Corporate Finance 

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Andreas Pappas
Finanzierungsberater,  Corporate Finance

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Beispiel­rechnung Leasing einer Maschine im Wert von 100.000 €

Anfangswert100.000 €
Zinssatz p. a.8,500 %
Leasingrate1.204,30 €
Laufzeit48 Monate
Restwert70.000 €
Gesamtaufwand57.806,40 €
Zinsen gesamt27.806,40 €

Die Leasingrate setzt sich sowohl aus dem vereinbarten monatlichen Zins als auch dem kalkulierten Restwert zusammen. Im Beispiel zahlt der Unternehmer 30.000 € für den Wertverlust der Maschine sowie 27.806,40 € an Zinsen.

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