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Insolvenzanfechtung – heißes Eisen oder unnötige Panikmache?

Besonders in den vergangenen Monaten musste in Deutschland ein starker Anstieg der Insolvenzanfechtungen verzeichnet werden. Grund hierfür ist eine immer extensivere Auslegung von Normen der Insolvenzordnung, infolgedessen ein Insolvenzverwalter auch bis zehn Jahre eine von einem inzwischen insolventen Unternehmen gelistete Forderung zurückgefordert wird. Dies mag zunächst absurd klingen, doch man gerät leichter ins Visier des Verwalters, als man denkt.
Gerade wenn Sie mit dem insolventen Unternehmen eine langjährige Geschäftsbeziehung unterhielten, werden sie möglicherweise in der Phase des wirtschaftlichen Abstiegs Ihres Vertragspartners Zugeständnisse gemacht haben. Hier kommen die Vereinbarung längerer Zahlungsziele oder das Gewähren von Ratenzahlung in Betracht. Und genau hier setzen Insolvenzverwalter inzwischen gerne an. Ihr Argument, um die Zahlung zurückzufordern: Ihr Unternehmen wusste von den Schwierigkeiten des Partners, ging das Risiko aber bewusst ein. Dieses Bemühen, die Insolvenzmasse zu erhöhen ist mittlerweile gängige Praxis und wurde leider auch vom BGH inzwischen abgesegnet.

Die Folgen hiervon können schnell existenzbedrohend werden, wenn die Forderung eine gewisse Summe erreicht. In der jüngsten Zeit wurden hiervon bereits eigene Insolvenzen verursacht. Zunächst muss man natürlich die Rechtmäßigkeit der Rückforderung genau prüfen. Sollte die Forderung aber nicht unbegründet sein, droht Ärger. Dagegen kann man sich durch eine Kreditversicherung schützen. Diese bietet die Möglichkeit, sich für bis zu zehn Jahre vor der Insolvenzanfechtung zu schützen und hilft teilweise auch in einem Rechtsstreit. Die Versicherung verursacht jedoch auch dann Kosten, wenn der Ernstfall ausbleibt. Hier muss also genau abgewogen werden. Sollte man ohne Versicherung einer hohen Rückforderung ausgesetzt sein, darf man aber auch nicht in Panik verfallen. Vielmehr muss mit kühlen Kopf nach einer Lösung gesucht werden. Steht die Rechtmäßigkeit der Rückforderung fest, sollten Sie alle Optionen für die Freisetzung der nötigen Zahlung erwägen. Hierbei fällt sicherlich den meisten ein Kredit bei der Hausbank ein, moderne Finanzierungsalternativen haben hier aber deutliche Vorteile. Während ein Kreditantrag ein langsamer, sehr bürokratischer Prozess ist, der oftmals ein hohes Maß an Sicherheiten erfordert, bietet Sale & Lease back mehr: Hier veräußern Sie beispielsweise eine Maschine oder eine Immobilie Ihres Betriebs an eine Leasinggesellschaft und leasen es ab dann zurück. Ein solches Vorhaben erhält binnen kürzester Zeit die Zusage des Leasinggebers. Direkt danach fließt das Geld an Sie – und Sie sind wieder liquide. In der Folge müssen Sie lediglich die Leasingraten begleichen. Dabei müssen Sie keine Sicherheiten einbringen und auch Ihre Bilanz verkürzt sich. Gerade die unkomplizierte und schnelle Abwicklung kann in einer solchen Situation entscheidend sein. So können sie die Rückforderung rechtzeitig begleichen – ehe auch Sie die Insolvenz erreicht. Wenden Sie sich für schnelle und kostengünstige Liquidität an uns. Wir konnten bereits für zahllose Unternehmen ein optimales Paket finden. Unsere Experten kennen den Markt und werden auch für Sie das beste Angebot finden.