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Unternehmen in der Krise – Finanzierung trotz negativem Eigenkapital

Aur Berlin

Air Berlin fliegt nun dank alternativer Finanzierungsmethoden auch ohne eigene Flugzeuge – wo die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands landen wird gibt Anlass zur Spekulation. Doch auch kleinere Unternehmen sollten unbedingt einen Blick auf die moderne Finanzierungskomponente riskieren.

Die Insolvenzgerüchteküche um die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft ist derzeit wieder am Brodeln. Gestiegene Rohstoffpreise, die immer wieder verzögerte Fertigstellung des BER und der hohe Konkurrenzdruck in der Flugbranche machten der Airline in der Vergangenheit zu schaffen.

Eine Schrumpfkur der Zielflughäfen steht nun auf der Tagesordnung, das Gratisgetränk ist Geschichte. Diese tiefgreifenden Neuerungen und der Verkauf eines Drittels des Streckennetzes an die Lufthansa sollen nun die Wende bringen. Mit Etihad steht Air Berlin außerdem ein finanzstarker Partner zur Seite und auch die Lufthansa, der größte Konkurrent von Air Berlin, hat ein vitales Interesse die Airline vorerst am Leben, oder eben in der Luft zu halten. Denn die Billigflieger-Konkurrenz wartet nur auf die Zerschlagung des Unternehmens.

Man möchte es kaum für möglich halten, wirft man einen Blick in die Bilanz oder die Quartalsberichte der letzten Jahre, doch die Airline kann weiterhin fliegen. Das ist nicht zuletzt den Finanz-Experten des Unternehmenssanierers zuzurechnen.

Denn, dass das angeschlagene Unternehmen, trotz negativem Eigenkapital und langjähriger Verlusthistorie, weitere Liquidität zur Verfügung gestellt bekommen hat, verdankt Air Berlin einer modernen, alternativen Finanzierungsform – dem Sale & Lease Back. Dabei werden bestehende Vermögenswerte aus dem bilanziellen Anlagevermögen an einen Leasingpartner verkauft, anschließend zurückgeleast und können nach Ablauf des Leasingvertrages wieder zurückerworben werden. Der Vorteil den Sale & Lease Back für angeschlagene Unternehmen bietet ist klar. Auch mit einem Rating weit entfernt von der Top-Bonität, bekommen Unternehmen die Chance, innerhalb eines längeren Zeitfensters, mit Hilfe einer sofortigen Liquiditätserhöhung, entscheidende Maßnahmen zur Sanierung des Betriebs durchzuführen. Und das ganz ohne die Einbringung von Kreditsicherheiten.

Genau das hat Air Berlin bislang vor dem Ende bewahrt. Durch den Verkauf der eigenen Flugzeug-Flotte an einen Leasingpartner, konnte das in den Maschinen gebundene Kapital freigesetzt und zur Sanierung des Konzerns genutzt werden. Der Betrieb wird dabei nicht gestört. Das macht Sale & Lease Back zu einem hervorragenden Sanierungsinstrument.

Doch ob die Airline den Sprung von den roten Zahlen wieder zurück in die Gewinnzone jemals schaffen wird hängt nun insbesondere von der strategischen Neuausrichtung und dem vorhandenen Einsparpotential ab. Denn obwohl mit dem Sale & Lease Back der Flotte viel Kapital freigesetzt werden konnte, wird dadurch im besten Fall Zeit gewonnen. Echte Erneuerung, Verbesserung und Optimierung findet letztlich doch in den Köpfen des Krisenmanagements statt. Die gewonnene Liquidität kann jedoch entscheidend zur Umsetzung dieser Innovationen beitragen. Somit kann Air Berlin dank alternativer Finanzierungen vorerst weiterfliegen – die grundlegende Neuausrichtung muss dennoch erfolgen.

Auch wenn Ihr Unternehmen nicht die Größe eines Konzerns wie Air Berlin hat – Sale & Lease Back Finanzierungen sind auch für kleinere Unternehmen realisierbar. Ab einem Wert von 500.000 € lassen sich Fahrzeuge, Maschinen oder auch Immobilien zu besten Konditionen verkaufen und anschließend zurückleasen. Sind auch Sie an einer Sale & Lease Back Finanzierung interessiert? Dann sprechen Sie uns an – einfach kostenlos und unverbindlich. Wir sind Experten auf diesem Gebiet und finden auch für Ihr Unternehmen einen idealen Finanzierungspartner. Und das immer zu den besten Konditionen.

 

Quellennachweis Titelbild Flugzeug:

Quelle: http://www.airliners.net/photo/Air-Berlin-(LTU/Airbus-A330-223/1445345/L/ Autor: Jakkrit Prasertwit

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